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§ 146a AO · KassenSichVTSE-Pflicht: diese Anforderungen gelten für Ihre Kasse.
Zertifizierte Sicherheitseinrichtung, unveränderbare Aufzeichnung und ein Export, den die Prüfung lesen kann. Was das im Betrieb bedeutet - ohne Paragrafennebel.
Stand der Angaben: · Seite überarbeitet am · keine Steuerberatung
§ 146a AO, kurz erklärt
Nach § 146a AO muss eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung jedes elektronische Kassensystem absichern. Die TSE signiert jeden Vorgang fortlaufend und manipulationssicher - Verkauf, Storno, Trainingsbuchung. Aufgezeichnete Vorgänge können danach nicht mehr unbemerkt verändert werden.
Das gilt heute - und unabhängig von der Kassenpflicht, die ab 2028 für Betriebe oberhalb von 100.000 € Gesamtumsatz im Jahr geplant ist. Deren Entwurf hat das Bundeskabinett am 23. September 2026 beschlossen; Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen (Stand: 6. November 2026).
Drei Pflichten, die zusammengehören
Diese drei Punkte werden häufig verwechselt. Die TSE macht die Aufzeichnung sicher, die Anzeige macht die Kasse beim Finanzamt bekannt, der Beleg macht den einzelnen Verkauf nachweisbar. Keiner ersetzt den anderen - Details zur Anzeige stehen unter Kasse melden.
Warum wir mit einer Cloud-TSE arbeiten
Bei Kassen Mitte kommt die TSE nicht als Bauteil ins Gerät, sondern als zertifizierte Cloud-TSE: Sie ist im System eingebunden, ein Steckmodul entfällt. Sie kostet 9 € netto monatlich zusätzlich zur gewählten Stufe.
DSFinV-K: das Format für die Prüfung
Kassendaten müssen im DSFinV-K-Format exportierbar sein. Das ist ein festgelegtes Format mit Einzelaufzeichnungen, Stammdaten und TSE-Informationen - kein Tabellenblatt. Das System erzeugt den Export auf Knopfdruck, für einen Tag oder einen ganzen Prüfungszeitraum.
Kassenbuch und Z-Bericht laufen täglich mit; für die Steuerberatung kommt zusätzlich ein CSV-Export heraus. Wie lange was aufzubewahren ist, steht im GoBD-Ratgeber.
Und wenn Sie offen kassieren?
Eine offene Ladenkasse ist heute zulässig. Welche Aufzeichnungen Sie dann führen, sprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerbüro ab. Sobald Sie elektronisch kassieren, gehört eine zertifizierte TSE dazu; ob die ab 2028 geplante Kassenpflicht Ihren Betrieb treffen würde, steht unter Kassenpflicht 2028.
Kassen Mitte erklärt hier die Rechtslage im Überblick, eine Steuerberatung ersetzt das nicht. Für Ihren Einzelfall ist Ihr Steuerbüro der richtige Ansprechpartner.
Rechtsgrundlagen der TSE-Pflicht
Kurz gefragt: die TSE.
Was ist eine TSE? +
Eine Technische Sicherheitseinrichtung. Sie signiert jeden Kassenvorgang so, dass er nachträglich nicht unbemerkt verändert werden kann. Eine zertifizierte TSE schreibt § 146a AO dafür vor.
Was kostet die Cloud-TSE? +
9 € netto im Monat als Zusatzmodul, zusätzlich zur gewählten Stufe ab 29 €. Sie ist zertifiziert und bereits eingebunden.
Muss ich ein Modul einstecken oder tauschen? +
Nein. Ein Modul im Gerät gibt es bei der Cloud-TSE nicht, sie läuft im System mit.
Was bringt die Kasse für eine Prüfung durch das Finanzamt mit? +
Die Vorgänge werden über die zertifizierte Cloud-TSE abgesichert, und den DSFinV-K-Export erzeugen Sie für jeden beliebigen Zeitraum. Was eine Prüfung in Ihrem Fall verlangt, klärt Ihr Steuerbüro.
Muss auch ein Kleinstbetrieb eine TSE haben? +
Ja. Sie hängt nicht am Umsatz, sondern daran, ob ein elektronisches Kassensystem eingesetzt wird. Wer ohne elektronisches System kassiert, fällt nicht unter die TSE-Pflicht; welche Aufzeichnungen dann gelten, klärt Ihr Steuerbüro.
Ebenfalls hilfreich
Kasse mit zertifizierter TSE für Ihren Betrieb?
Name und E-Mail genügen: Wir rechnen den Monatspreis für Ihren Betrieb durch und schicken Ihnen das Angebot per E-Mail. Unsere Antwort kommt werktags, spätestens am nächsten Werktag. Lieber telefonieren? 0551 27 07 01 39.